
Zwei Spiele binnen drei Tagen absolvierte die Handball-Region (HR) Göllheim/Eisenberg/Asselheim/Kindenheim am Wochenende. Statt der erhofften vier Punkte gab es nur zwei Zähler. Am Freitagabend bezwangen sie die DJK GW Bingen-Büdesheim problemlos mit 35:21 (19:10). Gegen die zweite Mannschaft der SF Budenheim kassierte die Kerber-Sieben am Sonntag aber die erste Niederlage in der Rückrunde. 36:43 (14:21) hieß es nach dem torreichen Spiel. Mit zwei Siegen hätten die „Nordpfälzer Wölfe“ den Vorsprung auf Rang Sechs in der Verbandsliga auf sieben Zähler vergrößern können. Nach aktuellem Stand reicht der sechste Platz, den Budenheim II innehat, nicht für die Qualifikation der dann eingleisigen Verbandsliga.
Bingen war am Freitag kein Stolperstein für die HR. Gegen den Vorletzten hatte die Mannschaft von Spielertrainer Dimitri Kerber früh für klare Verhältnisse sorgen können. Zur Pause betrug der Vorsprung bereits neun Tore. „Wir haben uns gut auf den Gegner einstellen können. Unsere Abwehr stand solide, und durch eine starke Torhüterleistung von Juri Tromsdorf schafften wir es immer wieder, einfache Tore aus der ersten Welle zu erzielen“, lobte Kerber sein Team. Nach der Pause spielte die HR nicht mehr mit der letzten Konsequenz, der Sieg hätte durchaus noch deutlicher ausfallen können. Kerber nutzte aber auch die Chance, jedem aus dem Kader Spielanteile zu geben. Bester Torschütze war Marc Kuhn, der sechsmal einnetzte.
Gegen Budenheim wollten sich die „Wölfe“ eigentlich für die deutliche Niederlage im Hinspiel revanchieren. Daraus wurde allerdings nichts. Von Beginn an lagen die Rheinhessen in Führung. Lediglich beim 1:1 durch Simon Schlepütz stand es Unentschieden, die restliche Spielzeit führten die Gäste. Kerber bemängelte, dass seine Mannschaft im Angriff zu wenig Tiefe im Spiel hatte. Die Konsequenz war ein schnelles Tempospiel des Gegners, der dadurch immer wieder zu einfachen Treffern kam. Zudem fand die HR-Abwehr kein Mittel gegen den wurfgewaltigen Budenheimer Rückraum. Die Partie schien früh entschieden, der Rückstand betrug nach 35 Minuten sieben Treffer.
Doch die Hausherren steckten nicht auf, spielten im Angriff zielstrebiger und kamen ihrerseits zu leichten Treffern. Als die Hallenuhr noch eine Restspielzeit von 20 Minuten anzeigte, verkürzte die HR durch Anton Neiß auf 25:29. Hoffnung keimte aufseiten der „Nordpfälzer Wölfe“ auf. „Genau in dieser Phase kassierten wir aber unnötige Zeitstrafen und ebenso unnötige Gegentreffer“, ärgerte sich Kerber. Näher kam seine Mannschaft daher nicht mehr ran, sodass sie die erste Niederlage seit Anfang Dezember kassierte. Nach Minuspunkten belegen die „Wölfe“ nun den fünften Platz – fünf Punkte vor Budenheim.
Die zweite Herrenmannschaft unterlag am Wochenende dem TV Edigheim mit 30:42, während die HR-Damen gegen den VSK Niederfeld mit 25:19 erfolgreich waren.
Text: Michael Hehn Rheinpfalz
Foto: Juri Tromsdorf