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Zu viele Zeitstrafen kosten die „Nordpfälzer Wölfe“ den Sieg

7. Jun. 2026, um 17.04 Uhr

Die Handball-Region Göllheim/Eisenberg/Asselheim/Kindenheim hat das erste Spiel um den Klassenverbleib gegen den TV Offenbach verloren. Aber sie hat noch eine zweite Chance.


Noch ist alles drin, einfach wird es aber sicherlich nicht. Die Handball-Region (HR) Göllheim/Eisenberg/Asselheim/Kindenheim verpasste es, sich für das Rückspiel in zwei Wochen eine bessere Ausgangslage zu verschaffen. In einer denkwürdigen Partie unterlag sie beim TV Offenbach 2 mit 25:29 (13:12) und hat trotz der Pleite noch die Chance, den Klassenverbleib in der Verbandsliga zu schaffen.

Die mehr als 200 Zuschauer in der Offenbacher Queichtalhalle werden dieses Spiel mit hohem Unterhaltungswert wohl nicht so schnell vergessen. Nicht, weil die „Nordpfälzer Wölfe“ in den letzten acht Minuten eingebrochen sind und eine Zwei-Tore-Führung verspielten, sondern, weil die Partie von beiden Teams zwar nicht unfair, aber sehr hart geführt wurde. Die Konsequenz waren 20 Zeitstrafen und 14 Strafwürfe.


14 Zeitstrafen gegen die „Wölfe“

Von den 20 Zeitstrafen holten sich die HR-Handballer alleine 14 ab, sodass es einen Seltenheitswert hatte, wenn sie komplett auf dem Feld standen. Das kostete die „Wölfe“ in den Schlussminuten letztlich auch den Sieg. Immer wieder in Unterzahl zu spielen, kostete viel Kraft, zudem mussten Tarek Franck und Magnus Happersberger nach der jeweils dritten Zeitstrafe die Partie vorzeitig beenden. „Am Ende war dieses Spiel ein Spiegelbild unserer Saison. Zu viele Fehler, zu viele unnötige Zeitstrafen und keine Kondition. Das wurde uns heute auch in Offenbachzum Verhängnis“, brachte es Spielertrainer Dimitri Kerber auf den Punkt.


HR-Team wird eiskalt bestraft

Als Simon Schlepütz acht Minuten vor dem Ende die HR mit 24:22 in Front brachte, waren die „Wölfe“ auf einem guten Weg, ein derartiger Einbruch deutete sich nicht an. In doppelter Unterzahl handelten sie sich zunächst den Ausgleich, später den erst zweiten Rückstand in dieser Begegnung ein. In der Abwehr fehlte plötzlich die Bewegung, im Angriff ebenso. Statt den Ball schnell zu machen, rieb sich die HR-Offensive im Duell Mann-gegen-Mann auf und nahm sich unüberlegte Abschlüsse, die die Hausherren eiskalt bestraften.

Da konnte auch der erst 17-jährige Hannes Roser bei seinem Debüt im Tor der „Wölfe“ nichts ausrichten. Dabei war er es, der der Anfangsphase seinen Stempel aufdrückte. Nach einigen Paraden konnte er erst in der sechsten Minute erstmals überwunden werden und hielt auch im weiteren Verlauf etliche freie Bälle, darunter auch zwei Siebenmeter. „Hannes hat das wirklich richtig stark gemacht“, lobte auch Dimitri Kerber seinen Nachwuchskeeper.


Der Trainer hadert mit den „Wölfen“

Am Ende haderte der Übungsleiter wieder mit den üblichen Problemen: „Wir hätten das Spiel eigentlich auch mit vier Treffern Unterschied gewinnen können, sind aber selbst schuld an der Niederlage.“ Am 14. Juni findet das Rückspiel in Göllheim statt. Noch ist die Verbandsliga in Sichtweise, allerdings nur, wenn die HR-Herren disziplinierter und konsequenter in der Chancenauswertung auftreten.


Text: Michael Hehn

Fotos: Juri Tromsdorf

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