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[Damen] „Nordpfälzer Wölfinnen“ wollen mit neuem Trainer nach oben

29. Dez. 2025, um 00.00 Uhr

Die Damen der Handball-Region Göllheim/Eisenberg/Asselheim/Kindenheim wollen in der Rückrunde richtig angreifen – unter der Regie eines neuen Trainers.


Pünktlich zum Jahreswechsel gibt es auch einen Wechsel auf der Kommandobrücke der „Nordpfälzer Wölfinnen“. Daniel Griebe gibt sein Traineramt freiwillig ab. „Ich hatte schon angekündigt, dass ich nach Ablauf dieser Saison nicht mehr zur Verfügung stehe“, erklärt Griebe. Dass sich nach der Hinrunde nun ein Nachfolger gefunden hat, freut Griebe. „Ich kann das Ganze leider nicht mehr leisten und bin erleichtert, dass sich mit Thomas Loell ein neuer Trainer gefunden hat“, betont der Ex-HR-Trainer.


In der Hinrunde, für die Griebe noch verantwortlich war, reichte es für die HR-Frauen nur für Rang sechs in der Bezirksoberliga. Griebe sieht eigentlich mehr Potenzial in der Mannschaft, aber auch durch eine nicht immer ausreichende Trainingsbeteiligung stehen für die „Wölfinnen“ nur 4:8 Punkte auf dem Konto. Aktuell wäre das ein Abstiegsplatz. Dadurch, dass es in der kommenden Spielzeit nur noch eine statt bisher zwei Verbandsligen geben wird, wird es in der Saison 2026/27 auch eine Bezirksliga geben.

Der Blick geht nach oben

Dort möchte der neue Coach, Thomas Loell nicht hin. Im Gegenteil. Er möchte den Blick nach oben richten. „Wir wollen vorankommen und perspektivisch auch die ein oder andere Liga nach oben klettern“, sagt der neue Übungsleiter deutlich, was seine Ansprüche in der näheren Zukunft sind. Thomas Loell ist in der Pfalz noch unbekannt, war er doch in der Vergangenheit in Hessen und Rheinhessen aktiv. Als Spieler trainierte er zu Bundesligazeiten unter Martin Schwalb bei der SG Wallau/Massenheim, spielte später auch in der Regionalliga in Ober-Eschbach. Dazu war er jahrelang als Schiedsrichter in Hessen aktiv. Parallel dazu trainierte er regelmäßig Mannschaften – sowohl im Jugend-, als auch im Erwachsenenbereich. Die „Wölfinnen“ dürfen sich also auf eine geballte Ladung Erfahrung und Kompetenz auf der Trainerbank freuen.


Den Kontakt zur HR stellte Loell selbst her. „Nach meinem Umzug von Osthofen, wo ich zuletzt auch tätig war, nach Morschheim war ich auf der Suche nach einer neuen Herausforderung und hatte mich deshalb bei den Verantwortlichen gemeldet“, erzählt der 64-Jährige. Diese hat er nun bei den „Nordpfälzer Wölfinnen“ gefunden und wird am 8. Januar erstmals das Training leiten. Wert legt er auf eine enge Verzahnung zwischen Jugend- und Frauenmannschaft. „Nach meiner ersten Ansprache sind dann auch schon drei B-Jugendliche ins Training der Frauen gekommen. Das finde ich klasse“, lobt der Neutrainer die Motivation des Nachwuchses. Loell würde gerne eine Aufbruchsstimmung bei der HR erzeugen. „Da ich bereits im Ruhestand bin, werde ich bei der IGS in Eisenberg eine Handball-AG anbieten und hoffe dadurch, viele Jugendliche für den Handball begeistern zu können“, so Thomas Loell.


Der Kader ist gut aufgestellt

Vom Potenzial seines neuen Teams ist er überzeugt. Drei Spiele habe er in dieser Runde schon gesehen. „Der Tabellenführer ist sicherlich nicht besser als wir. In der Rückrunde ist mit dem richtigen Engagement alles möglich“, gibt sich Loell optimistisch. Die Mannschaft habe ihm signalisiert, voll mitzuziehen. Der HR-Kader ist gut aufgestellt. Mit Carina Setzer und Alina Herrmann sind zwei Stützen in der Mannschaft, die schon zu Oberligazeiten der HR aktiv waren. Dazu kommen viele junge Talente. Alessia Klag führt mit 30 Treffern aus vier Spielen die interne Torschützenliste an. Aber auch ganz junge Spielerinnen wie zum Beispiel die erst 16-jährige Finja Roos, die beim letzten Spiel ihr Debüt gab und gleich viermal erfolgreich war, geben Hoffnung für eine bessere Rückrunde.

Auch wenn bis zum ersten Spiel unter seiner Regie nur zwei Trainingseinheiten auf dem Plan stehen, hofft Thomas Loell, mit positiven Ergebnissen in seine neue Aufgabe zu starten. Am Donnerstag, den 15. Januar, steht das Nachholspiel um 19.30 Uhr bei der wSG Rheinauen auf dem Spielplan, ehe Loell sich drei Tage später erstmals vor heimischem Publikum präsentieren kann.



Text: Michael Hehn (Rheinpfalz)

Fotos: Juri Tromsdorf

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