
Im letzten Saisonheimspiel gab es für die Handball-Region Göllheim/Eisenberg/Asselheim/Kindenheim eine klare 20:33-Niederlage gegen SG Saulheim II.
Dadurch ist der fünfte Platz, der die Teilnahme an der neuen eingleisigen Verbandsliga gesichert hätte, nicht mehr zu erreichen. Bereits fünf Minuten vor Spielende holten die Gäste aus Saulheim die Meistershirts aus dem Karton. Mit dem Schlusspfiff der Unparteiischen feierten die Rheinhessen im Kreis hüpfend die verdiente Meisterschaft in der Verbandsliga.
Weil die mit ehemaligen Regionalligaspielern gespickte Saulheimer Mannschaft aber zurückzieht, könnte die HR als Sechster der Nutznießer sein und sich doch noch für die Verbandsliga in der nächsten Saison qualifizieren. Eine finale Entscheidung kann sich aber hinziehen, weil in den oberen Klassen noch bis in den Mai hinein gespielt wird.
Bei einem eventuellen Entscheidungsspiel müssten die „Nordpfälzer Wölfe“ aber ein anderes Gesicht als am Sonntag in der gut gefüllten Grünstadter Halle zeigen. HR-Coach Dimitri Kerber nahm schon in der zehnten Minute das erste Time-Out. 2:6 stand es da bereits. Bei der HR lief bis dahin gar nichts. „Wir kamen überhaupt nicht ins Spiel. Im Angriff waren wir zu zaghaft. Das war überhaupt nichts“, ärgerte sich Kerber nach Spielende.
Am Spiel änderte sich wenig. Saulheim spielte routiniert und abgeklärt. Die Gäste vergaben wenige Chancen, und die stabile Abwehr brachte die HR-Spieler oftmals zur Verzweiflung. „Zu wenig Bewegung, zu wenig Konsequenz, zu wenig Wille“, stellte Kerber fest. Bis zur Pause erzielte seine Mannschaft nur magere sieben Treffer – auch weil sie sich unvorbereitete Würfe nahm, die nicht den Weg ins Ziel fanden und durch schnelle Gegenstöße zu einfachen Toren für Saulheim führte.
Auch in der zweiten Hälfte änderte sich am Spielverlauf nichts. Unerklärliche technische Fehler der „Wölfe“ häuften sich, sodass der Rückstand mit zunehmender Spieldauer immer größer wurde. „Heute war leider nicht mehr drin“, meinte Kerber, der den verletzten Magnus Happersberger und den im Urlaub weilenden Anton Neiß schmerzlich vermisste. „Auch wenn die beiden Jungs noch sehr jung sind, sind sie schon extrem wichtig für uns. Ihr Fehlen hat eine große Lücke hinterlassen“, bilanzierte Dimitri Kerber.
Text: Michael Hehn
Foto: Juri Tromsdorf