
Der Handball-Förderverein Göllheim war zu Gast beim Zweit-Bundesligisten und sammelte unvergessliche Eindrücke.
Handball ist ihr Hobby, Handball ist ihre bevorzugte Sportart: Deshalb engagieren sie sich im Handball-Förderverein Göllheim. Am Freitag waren 14 Mitstreiter des Förderkreises, ein Aktivposten musste erkrankt passen, VIP-Gäste beim Handball-Zweitligaspiel der Eulen Ludwigshafen. Die vom Verletzungspech gebeutelten Eulen erwischten vor 2101 Zuschauern in der Friedrich-Ebert-Halle einen rabenschwarzen Abend und wurden vom VfL Lübeck-Schwartau beim 24:35 (10:16) regelrecht auseinander genommen.
„Schade. Ich hoffe, dass die Eulen es trotzdem schaffen und nicht absteigen“, sagte Jürgen Dhom, der Vorsitzende des 1993 gegründeten Fördervereins.
Mit Lotto Rheinland-Pfalz haben die Eulen bei jedem ihrer Heimspiele Gäste aus sozial und karitativ engagierten Einrichtungen oder Vereinen zu Gast. Manchmal werden solche Gruppen vorgeschlagen, sie dürfen sich aber auch gerne selbst bewerben. So haben es die Göllheimer gemacht, verrät Jürgen Dhom schmunzelnd. Er ist schon seit Ewigkeiten RHEINPFALZ-Abonnent und las in seiner Zeitung vom Besuch des Fußball-Förderkreises der TSG Zellertal bei den Eulen. „Also hab’ ich hingeschrieben, ob so was auch für uns mal möglich werden könnte. Die Antwort kam schnell“, erzählt Dhom vom raschen Zuschlag. Von Christian Trump, Lotto-Bezirksleiter in Kaiserslautern, kam quasi über Nacht die Zusage. „Ich freu’ mich, dass das geklappt hat. Die Leute bei uns engagieren sich schon lange ehrenamtlich. Es ist doch schön, dass wir ihnen auch mal was zurückgeben können“, sagte Dhom.
Im VIP-Raum der Eberthalle wurden die Gäste aus der Nordpfalz bewirtet und vom neuen Eulen-Geschäftsführer Andreas Olbert willkommen geheißen. Er wusste um das besondere Engagement des Handball-Fördervereins für den Nachwuchs und die Unterstützung der Nordpfälzer Wölfe, die der unermüdliche Johannes Fink prägte. Beim Besuch in Ludwigshafen wurden die Göllheimer vom einstigen Gewichtheber-Weltmeister Ronny Weller, einem Mitarbeiter von Lotto, betreut.
,,Kinder stark machen“ ist ein Leitmotiv des Fördervereins, der 1995 gar schon die deutsche, 1994 die russische Nationalmannschaft zu Testspielen nach Göllheim lotste, aber auch Trainingsmaßnahmen der Nachwuchs-Handballer unterstützt. Auch die TSG Friesenheim spielte schon in der Hans-Appel-Halle, damals gegen die SG Wallau-Massenheim. „Unglaublich, wenn man sich erinnert, wer alles schon bei uns spielte“, sagte Dhom beim Blick auf Christian Schwarzer, den Weltmeister von 2007. Er war am Samstag auch in der Halle. Sein Sohn Kian ist Linksaußen der Eulen. Weltmeister Henning Fritz kam einmal nach Göllheim, um mit den Torleuten zu üben. Der Förderverein fand auch Möglichkeiten, dass die „Gellemer“ bei den Rhein-Neckar Löwen die Einlaufkinder stellen konnten. Auch ein Trip zum Final Four des deutschen Handballs nach Köln wurde unterstützt. Im Juni 2022 waren die damaligen Eulen-Asse Pascal Bührer und Christian Klimek beim Tag des „Donnersberger Sports“ zu Gast in Göllheim und trainierten mit den Handball-Kids aus dem Wölfe-Nachwuchs. „Wir sagen vielen Dank an Lotto und die Eulen, dass sie uns den Abend ermöglicht haben. Wir drücken die Daumen, dass sie drinbleiben“, sagte Dhom am Freitag, nachdem auch das Gruppenbild geschossen war. Mit dabei: der verletzte Eulen-Kapitän Freddy Stüber und Rechtsaußen Alex Falk.
Text: Horst Konzok
Foto: Harry Reis/oho