
„Zu Beginn der zweiten Hälfte waren wir nervös und im Kopf nicht auf der Platte“, sagte Dimitri Kerber, Trainer der SG Göllheim/Eisenberg/Asselheim/Kindenheim. Eine Halbzeit lang zeigten die Herren der Handball-Region (HR) Göllheim/Eisenberg/Asselheim/Kindenheim eine gute Leistung und lagen zur Halbzeit mit 15:13 in Front gegen die HSG Nahe Glan. Nach dem Seitenwechsel kippte das Spiel, und die „Nordpfälzer Wölfe“ kassierten in der zweiten Partie der jungen Saison die zweite Niederlage. Sie unterlagen am Ende mit 23:30.
30 Minuten lang waren die „Wölfe“ das bessere Team und führten durch den Treffer von Anton Neiß, der mit insgesamt sechs Treffern zweitbester Torschütze seiner Mannschaft war, nach 20 Minuten mit 14:11. „Der Ball lief gut. Wir hatten eine gute Torhüterleistung und zeigten trotz einiger Fehler eine konzentrierte Leistung“, fasste Kerber die erste Hälfte treffend zusammen. Dass den Gastgebern nach dem Seitenwechsel nur noch acht Treffer gelingen sollten, ahnte da wohl niemand.
Fast ein Dutzend Fehlwürfe bei guten Torchancen zählte Kerber nach dem Wechsel. Das Spielglück war nun auf der Seite der Gäste. Während die „Wölfe“ wenig Fortune im Abschluss hatten, traf die HSG Nahe Glan nach Belieben. „Bei uns ging der Ball vom Pfosten zurück, bei Nahe Glan vom Pfosten rein“, sagte Kerber, der auch mit ansehen musste, wie Abpraller fast immer in den Händen eines Gästespielers landeten. „Acht Tore in einer Hälfte sind zu wenig. Damit kannst du kein Spiel gewinnen. Das war in der zweiten Halbzeit viel zu wenig“, stellte Kerber konsterniert fest.
So hatten die Gäste leichtes Spiel, konnten Tor um Tor wegziehen und sich letztlich über ihren ersten Saisonsieg freuen. Gerade nach der starken Leistung in Budenheim zum Saisonauftakt, als die HR nur knapp verloren hatte, hatten sich die „Wölfe“ beim ersten Spiel vor heimischem Publikum mehr erhofft. An der fehlenden Kaltschnäuzigkeit von der Siebenmeterlinie lag es diesmal nicht: Bei acht Versuchen war Samuel Boger siebenmal erfolgreich.
„Wir haben heute leider ein ganz anderes Gesicht gezeigt als noch vor einer Woche. Woran das lag, muss ich analysieren“, betonte Kerber. Viel Zeit hat er dafür nicht. Denn am Sonntag, 20. September, wartet gleich das Derby bei der HSG Eckbachtal, die mit zwei Siegen aus drei Spielen den zweiten Platz in der Verbandsliga belegt.
Text: Michael Hehn
Foto: Juri Tromsdorf