Vier Zugänge und ein neuer Chef-Trainer bei der SG Auerbach/Pegnitz. V. li.: Spartenleiter Matthias Schnödt, Jonas Rohrbach, Philipp Schloss, Paul Himml, Fabian Rohrbach, Daniel Schalanda. Foto: Simon Helfensdörfer
HANDBALL Die SG Auerbach/Pegnitz setzt für die kommende Saison in der Oberliga auf junge Zugänge.
Harald Weidmann
Bereits seit Anfang Juni bereitet sich die SG Auerbach/Pegnitz auf den Start in der Handball-Oberliga am 19. September vor. Der neue Cheftrainer Daniel Schalanda wird von Paul Neuß unterstützt, der als ausgebildeter Physiotherapeut speziell die Fitnessübungen leitet. Die Zuschauer werden einige unbekannte Gesichter in Blau und Weiß zu sehen bekommen. Gleich vier Zugänge verzeichnet die SG, von denen zwei noch am Anfang ihrer Karrieren stehen, während die beiden anderen schon einige Erfahrung mitbringen. „Alle vier sind echte Verstärkungen“, verspricht Schalanda.
Angefangen bei den Youngstern Philipp Schloss und Paul Himml. Der 1,88 Meter große Schloss kommt von seinem Heimatverein HC Sulzbach-Rosenberger. Er soll John Martin im Tor der SG ersetzen, der in die entgegengesetzte Richtung zurückwechselte. Bei zwei erfahrenen Torhütern verringerte sich dort die Chance auf Einsatzzeiten für Schloss, weshalb er sich nach reiflicher Überlegung für den Landkreiskonkurrenten entschied.
„Die Entscheidung ist mir nicht leicht gefallen. Ich habe mich in Sulzbach von Anfang an und auch durch die Hilfe der Trainer ganz gut entwickelt. Dennoch habe ich mich für Auerbach entschieden, weil ich denke, mich durch Raul Adam (Torwart-Trainer) aufgrund seiner Erfahrung noch mehr entwickeln zu können. Mit Max-Anton (Seiffert) habe ich einen erfahrenen Torwart an meiner Seite, der mich unterstützt“, sagt der 17-Jährige.
Kurioserweise hat er erst vor vier Jahren in der C-Jugend des HCS mit dem Handball angefangen. „Vorher habe ich neun Jahre Fußball gespielt und dann gemerkt, dass Handball die deutlich geilere Sportart ist.“ Im Februar will Schloss seine Ausbildung zum Schreiner abschließen. „Meine Stärken sehe ich im körperlichen Bereich besonders in der Beweglichkeit, während im mentalen Bereich mein Selbstvertrauen ein positiver Aspekt ist“, lautete die selbstbewusste Antwort auf die Frage nach seinen Fähigkeiten. Aber er wisse auch, dass es immer Luft nach oben gebe. „Verbessern kann ich das Stellungsspiel, die Kommunikation mit der Abwehr und das Verhalten bei freien Würfen. Am meisten freue ich mich daher auf die Einheiten, wo genau diese Schwachstellen trainiert werden.“
Insgesamt zeigt er sich mit der Vorbereitung zufrieden, auch wenn es klare Abweichungen von seinen bisherigen Erfahrungen gebe. „Es ist sehr schweißtreibend und anspruchsvoll. Unterschiede gibt es vor allem, was das Krafttraining angeht, da ich in der Jugend eine solche Vorbereitung mit Kraft und Ausdauer noch nicht mitgemacht habe.“
Die Umstellung auf das neue Team sei ihm dagegen leicht gefallen. „Die Kommunikation mit den Spielern sowie den Trainern ist sehr gut, wodurch man einfach Unklarheiten beseitigen kann. Wir müssen einfach weiter arbeiten und als Team wachsen, sodass wir uns in der Saison mit Siegen dafür belohnen können“, erklärt Schloss.
Für die Oberliga lauten seine Ziele, „mich persönlich weiterzuentwickeln und für die Mannschaft immer zu versuchen, ein sicherer Rückhalt zu sein, aber auch als Team zu wachsen und viele Spiele zu gewinnen. Die Staffel Nord hat letztes Jahr gezeigt, wie spannend sie sein kann bis zum letzten Spieltag, daher schätze ich sie auch dieses Jahr wieder sehr eng ein. Mit Spielen, in denen hohe Qualität genauso garantiert ist wie in knappen sowie hitzigen Spielen. Dennoch sehe ich unsere Chancen auf jeden Fall im oberen Bereich der Tabelle. In Auerbach möchte ich viel Spaß und eine schöne Zeit haben sowie den Verein positiv repräsentieren.“
Ähnlich lauten die Ziele von Paul Himml, der gerade die Fachoberschule besucht. Zuletzt trat er mit dem Männerteam des HC Hersbruck in der BOL an. Als Linkshänder ist er nicht nur die Idealbesetzung für die Rechtsaußenposition, sondern bringt der SG auch mehr Flexibilität. Seine Gründe für den Wechsel waren ähnlich wie bei Philipp Schloss. „Ich bin noch recht jung und möchte einiges dazulernen. Vor allem aber wollte ich mal auf einem höheren Niveau spielen.“
Die Vorbereitung hielt für den 19-Jährigen bereits einige Überraschungen bereit. „Anders ist, dass wir neben Handball auch Kraft- und Mobilisationstraining machen, was mir sehr gefällt. Die Umstellung, mit Harz zu spielen, hat zwar etwas gedauert, aber jetzt fühle ich mich sehr wohl damit. Und ich habe sehr schnell gemerkt, dass das Tempo und die Spielweise viel intensiver ist als in der BOL“, berichtet der 1,84 Meter große Akteur.
Für die kommende Runde hat er sich einiges vorgenommen. „Ich freue mich sehr auf die Zeit mit den Mitspielern und Trainern. Ich hoffe, dass ich mich spielerisch verbessere und dass wir vielleicht den Aufstieg schaffen. Die Mannschaft hat viele Stärken und kann weit oben in der Oberliga mitmischen.“