“Jetzt gehen wir in die zweite Halbzeit und hauen sie weg!“
Mit dieser Ansprache motivierte Aushilfscouch Markus Hörmann, besser bekannt als Schaffe, seine Mannen in der Halbzeitpause für die zweiten vierzig Minuten.
Schiedsrichter der Partie war wegen des Geburtstags von Benjamin Fintina ein alter Bekannter, Uli Bscheid, der selbst viele Jahre lang bei den Freizeitwölfen gespielt hatte. "Meine erste Wahl, wenn sonst keiner Zeit hat!", bestätigte Sportchef Sepp Pfeil dessen kurzfristigen Einsatz. Dieser kam per Fahrrad von Oberroth angerollt. Im Gepäck auch gelbe und rote Karten, die sein Sohn vor rund zwanzig Jahren bei McDonalds geschenkt bekommen hatte.
Er hatte überhaupt keine Mühe mit der Leitung dieses Spiels und machte seine Sache sehr ordentlich. Er selbst meinte: "Da sich beide Mannschaften gleichermaßen bei mir über einige Entscheidungen beschwert haben, habe ich wohl niemand benachteiltig!" Das sah auch der AH-Verwantworliche aus Überacker so: "Am Schiedsrichter lags nicht!"
Von Anfang an entwickelte sich unter der Führung von Markus Hörmann ein sehr diszipliniertes Spiel gegen einen starken Gegner aus Überacker. Vor allem vor der Pause kamen die Gäste immer wieder gefährlich vor das Tor der Heimelf. Doch mit Martin Höß stand ein bärenstarker Keeper im Tor, der einige brenzlige Situationen meisterhaft entschärfte. Dazu hatten die Freizeitwölfe in dieser Phase auch das Quentchen Glück auf ihrer Seite. Denn Überacker hätte vor der Pause durchaus mehr als dieses eine Tor in der 23. Minute erzielen können.
Jeder lief für jeden, auch wenn nicht alles gelang. Markus Hörmann fiel vor allem Peter Ring auf, dessen Zuspiele vor der Pause meist beim Gegner landeten. Doch er gab nicht auf, und verdiente sich trotz hoher Fehlpassquote dennoch Pluspunkte, weil er stark mit nach hinten arbeitete, vor allem in der zweiten Hälfte.
Kurz nach der Pause hatte Denji Meerkamp dann Pech, als er per Kopf nur die Unterkante der Latte traf und der Ball anschließend vor der Linie geklärt werden konnte. Die Freizeitwölfe erspielten sich jetzt immer mehr Chancen und nach einer knappen Stunde gelang Peter Glas nach einem feinen Zuspiel vom Schaffe dann endlich der sehnlichst erwartete Ausgleich. Nur vier Minuten nach diesem Ausgleich gelang nach einer Ecke von Peter Glas per Abstauber sogar der Führungstreffer. Dem ansonsten sicher agierenden Schlussmann aus Überacker rutschte der Ball von Peter Glas über die Finger, und so konnte Florian Fuchsbichler im anschließenden Gewühl irgendwie den Ball ins Tor stochern. Spiel gedreht! Wie schon in Maisach, wo die Freizeitwölfe nach 0:2 noch 3:2 gewannen oder gegen Hilgertshausen/Tandern wo sie sogar 0:3 zurücklagen, und am Ende noch ein 3:3 erreichten.
In der Folge blieben die Freizeitwölfe am Drücker und hatten sogar das 3:1 auf dem Fuß, aber auch die Gäste aus Überacker blieben mit ihren Kontern gefährlich, und hatten einige Male die Chance auf den Ausgleich. Mit großem Einsatz und ebenso großer Moral brachten die Hausherren schließlich den knappen Sieg über die Zeit.
Nach dem Spiel feierten beide Mannschaften dann einträchtig miteinander bei einem oder zwei Bier. Auch wenn die Gäste aus Überacker lieber gewonnen hätten, wie sie gerne zugaben.
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