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SG-Reserve verschläft erstes Auswärtsspiel in Cham

13. Okt. 2026, um 10.19 Uhr

Als die zweite Mannschaft der SG Auerbach-Pegnitz am vergangenen Samstag die erste von vielen deutlich längeren Auswärtsfahrten antrat, war die Stimmung bereits etwas gedämpft. War im Vorjahr mit Erlangen und einer Fahrzeit von rund 50 Minuten noch die längste Auswärtsreise zu bewältigen, zeigte das Navi für die Fahrt nach Cham diesmal bereits eine Fahrzeit von einer Stunde und 45 Minuten an.

Auch wenn die Gastgeber nach drei Spielen mit null Punkten am Tabellenende standen, war das Team von Spielertrainer Julius Traßl gewarnt. Während der Saisonauftakt gegen den RT Regensburg aufgrund eines nicht spielberechtigten Spielers nachträglich gegen die zweite Mannschaft aus Cham gewertet wurde, verlor diese anschließend nur knapp gegen die beiden anderen Oberliga-Reserven des HC Sulzbach-Rosenberg und des ESV Regensburg. Entsprechend war bereits vor dem Anpfiff klar, dass diese Aufgabe für den besonders im Rückraum personell ausgedünnten Kader der SG II alles andere als ein Selbstläufer werden würde. Wie schon beim Heimspielauftakt gegen die SG Regensburg III musste von Beginn an die richtige Einstellung auf die Platte gebracht werden.

Die zweite Mannschaft aus Cham, die überwiegend aus jungen Spielern besteht, zeigte von Beginn an eine starke Abwehrleistung. Gestützt auf eine gute Torhüterleistung konnten sich die Gastgeber nach 14 Minuten mit einem 4:0-Lauf erstmals auf 10:6 absetzen. Bereits in dieser Phase wurde das größte Problem der Gäste offensichtlich, das sich bis zum Schlusspfiff durchziehen sollte: die hohe Anzahl technischer Fehler.

Für die SG Auerbach-Pegnitz II ungewohnt häufig landeten Pässe im Aus oder direkt beim Gegenspieler und wurden umgehend durch einfache Kontertore bestraft. Darüber hinaus fand man kaum Mittel, die kompakte Chamer Abwehr zu durchbrechen, sodass sich die Gäste nahezu jeden Treffer hart erarbeiten mussten. Gerade das Zusammenspiel im Rückraum, das beim Heimsieg gegen die SG III noch eine große Stärke war, kam während der gesamten 60 Minuten kaum zur Geltung.

Auf der anderen Seite kam Cham zu vielen einfachen Torabschlüssen und wurde von der SG-Abwehr nur selten entscheidend gestört. Bezeichnend dafür war, dass gegen die Gastgeber erst in der 36. Minute ihre einzige Verwarnung des Spiels in Form einer gelben Karte ausgesprochen wurde. Zu diesem Zeitpunkt war die Partie beim Stand von 20:13 bereits weitgehend entschieden. Den Sieben-Tore-Rückstand aus der ersten Halbzeit konnte die SG zwar bis zum Spielende halten, was jedoch auch auf die nachlassende Konzentration der Gastgeber sowie die geringe Einsatzzeit ihres besten Torschützen zurückzuführen war.

Mit der ersten Saisonniederlage im Gepäck trat die Mannschaft am Samstagabend die lange Heimreise an. Im kommenden Heimspiel am Samstag um 18 Uhr in der Christian-Sammet-Halle gilt es nun zu zeigen, dass die richtigen Lehren aus dieser Niederlage gezogen wurden und man nicht erneut in das aus den vergangenen Jahren bekannte Hinrundentief verfällt.

SG Auerbach/Pegnitz II: Ens, Heidenau (im Tor) – Feilner (6/5), Bößl (4), Traßl (3), Quoika (2/1), Birnmeyer, Fleischer (je 2), Liebig, Stoeber, Ziegler, Popp (je 1), Rosam.

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